|
Die Stützmauer – zuerst ein Flop?
Im Jahr 2002 wurde an Bachalal der dringende Wunsch nach Finanzierung einer Stützmauer herangetragen. Die Dorfschule bedürfe dringender Erweiterung. Ein Aufstocken des vorhandenen Gebäudes sei aber ohne diese Mauer nicht möglich, da die Schule an einem Steilhang liegt, und die Gefahr starker Erdrutsche bei Extremiederschlägen bestünde. Gutachten diverser Statiker und Architekten belegten diese Aussage. Bachalal machte Gegenvorschläge, zeigte Alternativen zur Schulerweiterung auf, liess sich aber letztendlich „breitschlagen“ und finanzierte den Bau der Stützmauer - nicht ohne vorherige Zusagen seitens der Regierung, auch tatsächlich die Schulerweiterung zu realisieren. Eine ganze Dokumentenmappe, versehen mit etlichen Unterschriften und Stempeln, liegt uns diesbezüglich vor. Doch Papier ist geduldig, auch (oder erst recht) in Guatemala. Bis heute ist vom Schulerweiterungsbau noch nichts zu sehen, wir haben die Zusage, aber letztlich ...
Was bleibt, ist die Erfahrung, dass eine Zusammenarbeit mit anderen Organisationen (erst recht mit staatlichen) nicht unproblematisch ist, und wir beschliessen, so weit es geht, eigenverantwortlich zu arbeiten.
Was dennoch tröstet, ist die Tatsache, dass die Stützmauer zumindest das vorhandene Schulgebäude schützt – und vielleicht wird ja doch noch etwas aus der Sache.
Und nun der Clou!
Der Staat hat aufgrund unserer StĂĽtzmauer nun die Schule erweitert. Die Schule ist aufgestockt.
|
|